Extase in der Schlussphase: SVWW besiegt Schweinfurt
Pünktlich zum Anpfiff strahlte die Sonne über der BRITA Arena – ein wie sich am Ende zeigte gutes Omen für den SV Wehen Wiesbaden. Am 23. Spieltag der 3. Liga fiel die Entscheidung dennoch spät: Mit zwei Joker-Toren fuhr der SVWW am Samstagnachmittag einen am Ende verdienten Heimsieg gegen den 1. FC Schweinfurt ein. Moritz Flotho brachte die Rot-Schwarzen in der 88. Minute in Führung, ehe Ibrahim Ati Allah mit seinem ersten Profitor in der Nachspielzeit den 2:0-Endstand herstellte und damit alles klar machte.
Der SVWW startete hellwach und mit viel Energie in die Partie. Von Beginn an stand die Mannschaft hoch, lief mutig an und setzte Schweinfurt früh unter Druck. Die erste gefährliche Aktion gehörte Tarik Gözüsirin, der über die rechte Seite durchbrach und aus elf Metern nur knapp am linken Pfosten vorbeischoss (8.). Auch in der Folge blieben die Rot-Schwarzen spielbestimmend und dominierten Ballbesitz sowie Zweikämpfe.
In der 15. Minute bot sich Donny Bogicevic die nächste große Gelegenheit: Nach einem Ballgewinn lief der zentrale Mittelfeldspieler unbedrängt auf das Tor zu und kam im Strafraum zum Abschluss, doch Schweinfurts Keeper Maximilian Weisbäcker parierte den zentral geschossenen Versuch. Kurz darauf hatte Nikolas Agrafiotis die Führung auf dem Fuß, scheiterte jedoch ebenfalls am starken Schlussmann der Gäste (22.).
Auch im weiteren Verlauf der Partie blieb der SVWW tonangebend, agierte vor dem Tor jedoch zu inkonsequent. Die Unterfranken waren vor allem darum bemüht, den Ball vom eigenen Tor fernzuhalten und defensiv stabil zu stehen. So ging es nach einer starken ersten Halbzeit der Rot-Schwarzen trotz klarer Spielanteile mit einem torlosen 0:0 in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel erwischte zunächst Schweinfurt den besseren Start und kamen kurzzeitig zu mehr Spielanteilen. Doch Torhüter Noah Brdar blieb aufmerksam und verhinderte mit zwei starken Aktionen gegen Winners Osawe (54., 64.). Nach einigen Minuten fanden die Rot-Schwarzen wieder besser in die Partie und übernahmen zunehmend die Kontrolle.
Insgesamt blieb das Spiel nun etwas ausgeglichener, dennoch machte der SVWW weiterhin den aktiveren Eindruck. Eine gute Möglichkeit hatte Sascha Mockenhaupt nach einem sehenswerten Pass von Ryan Johansson, doch sein Abschluss aus rund 16 Metern verfehlte das Tor.
Der SVWW bewies Geduld und setzte in der Schlussphase den entscheidenden Punch. In der 88. Minute brachte Fabian Greilinger eine Flanke von links an den ersten Pfosten. Moritz Flotho nahm den Ball direkt und verwandelte eiskalt zur umjubelten Führung – ein echtes Déjà-vu zum Hinspiel, als Agrafiotis nach einem ähnlichen Spielzug spät zum 1:0-Siegtreffer netzte.
Nur zwei Minuten später folgte die endgültige Entscheidung: Flotho schlug diesmal selbst eine Flanke auf den langen Pfosten, wo Ibrahim Ati Allah bei seinem zweiten Profi-Einsatz goldrichtig stand und zum 2:0 einschob. Der eingewechselte Offensivspieler erzielte damit nicht nur sein erstes Drittligator, sondern setzte zugleich den Schlusspunkt unter einen am Ende verdienten Heimerfolg.
Statistiken
Aufstellung SVWW:
Brdar – Gillekens, Hübner, Janitzek – Mockenhaupt, Gözüsirin, Bogicevic (61. Kalem), May (68. Greilinger) – Kaya (83. Ati Allah), Johansson (68. Schleimer) – Agrafiotis (61. Flotho)
Trainer: Daniel Scherning
Bank: Broll (ETW), Fechner, Wohlers, Neubert,
Tore: 1:0 Moritz Flotho (88.), 2:0 Ati Allah (90.)
Gelbe Karten: Mockenhaupt, Kaya, Greilinger
Zuschauer: 3.592



