„Das ist unser Wohnzimmer und so wollen wir auftreten“
Der SV Wehen Wiesbaden empfängt am 23. Spieltag der 3. Liga (Samstag, 7. Februar, 14 Uhr) den 1. FC Schweinfurt 05 in der BRITA Arena. Vor dem Heimspiel spricht SVWW-Cheftrainer Daniel Scherning im Spieltagsinterview über das Ende der Wintertransferperiode, die Vorbereitung auf den kommenden Gegner und das Geheimnis hinter der starken Heimbilanz.
Personal
Nikolas Agrafiotis steht nach abgesessener Gelbsperre wieder zur Verfügung, während Simon Stehle (Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel) weiterhin fehlen wird. Zudem stellen auch Orestis Kiomourtzoglou, Florian Stritzel und David Suárez noch keine Option für den Kader dar.
„Stritzel ist schon wieder im Individualtraining und fängt ein paar Bälle“, gibt Scherning dennoch ein erfreuliches Update. „Zudem hat Suárez fast das komplette Programm in dieser Woche mitgemacht und auch Kiomourtzoglou ist wieder ins Teiltraining eingestiegen.“
Daniel Scherning über …
… den Kader für die Rückrunde: “Unsere Priorität lag nach der langen Verletzung von Florian Stritzel darauf, im Torwartteam noch etwas zu tun. Das haben wir mit Kevin Broll als erfahrenen und qualitativ starken Keeper sehr gut hinbekommen. Ich habe immer wieder betont, dass ich den Kader als gut empfinde und ihm das Vertrauen schenke – immer auch in dem Wissen, dass wir einen sehr großen Kader haben, bei dem es immer zwei oder drei Möglichkeiten gibt. Deswegen ist es wichtig, durch eine gute Rollendefinition, klare Leitlinien im Kader zu haben. Wir wollen in alle Richtungen offen und klar kommunizieren, um den Jungs zu zeigen, welche Rolle sie aktuell haben und was von ihnen erwartet wird.”
… den kommenden Gegner: “Schweinfurt erweckt nicht den Eindruck, als hätten sie neun Punkte und wären abgeschlagen. Sie sind in allen Spielphasen gut und haben keine klar erkennbare Schwäche. Sie sind mutig mit dem Ball und versuchen den Gegner mit spielerischen Lösungen vor Probleme zu stellen. Gegen den Ball spielen sie sehr intensiv und haben immer wieder Phasen, in denen sie hoch pressen. Wir dürfen sie nicht nach der Tabellensituation bewerten, sondern nach dem, was sie zuletzt auf den Platz gebracht haben. Das sind ein Heimsieg gegen ein starkes Viktoria Köln, eine unglückliche Niederlage in Cottbus und ein sicherlich enttäuschendes Ergebnis gegen Regensburg, bei dem sie lange in Überzahl waren. Sie haben in dieser Phase besser gepunktet als sieben andere Mannschaften. Wir sollten sie sehr ernst nehmen.”
… die unterschiedliche Vorbereitung bei verschiedenen Gegnertypen: “Gegen den SC Verl, der immer viel den Ball hat, lag der Fokus auf der Arbeit gegen den Ball. Da wollten wir eine eklige, nicklige und zweikampfstarke Spielweise auf den Platz bringen. Das Spiel gegen Schweinfurt ist für mich aber keine andere Partie als das Spiel in Essen oder unsere Heimspiele gegen Cottbus und Aue. Wir brauchen in vielen Teilbereichen eine gute Leistung. Gerade was den Mut und die Zielstrebigkeit angeht, erwarte ich eine Steigerung gegenüber der letzten Partie in Essen. Dann bin ich überzeugt davon, dass wir unser Heimspiel erfolgreich bestreiten werden.”
… die starke Heimbilanz von drei Siegen in drei Spielen: “Wir haben vor dem ersten Heimspiel klar thematisiert, dass wir zu Hause eine Macht sein wollen. Bisher haben wir das sehr gut geschafft, weil wir die Gegner durch unsere intensive Spielweise niedergerungen haben. Das ist unser Stadion, unser Platz, unsere Kabine und unsere Fans, die uns gegen Verl mit einer tollen Choreo unterstützt haben. Das ist unser Wohnzimmer und so wollen wir auch auftreten – eklig, nicklig, zielstrebig und leidenschaftlich.”
Service
Über die Social-Media-Kanäle des SVWW kann die Partie mitverfolgt werden. Alle wichtigen Informationen, Eindrücke und Ergebnisse gibt es auf Facebook und Instagram. Live ist das Spiel im Stream bei Magenta Sport zu sehen (Abonnement benötigt).
Das Spieltagsinterview als Video gibt es hier.



