„Haben daran geglaubt, dass wir zurückkommen können“
Die Stimmen von SVWW-Cheftrainer Daniel Scherning, Torschütze Fatih Kaya und Essen-Coach Uwe Koschinat zum 1:1 des SV Wehen Wiesbaden bei Rot-Weiss Essen.
Kaya:
„Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir die Themen, die wir uns in dieser Woche vorgenommen haben, nicht auf den Platz gebracht. Trotzdem haben wir auch nach dem 0:1 und der schwächeren ersten Hälfte daran geglaubt, dass wir zurückkommen können. In der zweiten Hälfte waren wir dann besser und hatten deutlich mehr Kontrolle. In den ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff hat uns dennoch Noah [Brdar] im Spiel gehalten. Schon in den letzten Wochen ist es uns immer wieder gelungen, in schwierigen Phasen des Spiels gut zusammenzuarbeiten. Das haben wir heute wieder bestätigt. Wir sind konzentriert geblieben und haben weitergearbeitet. Dann sind wir immer in der Lage, Tore zu schießen und haben noch den Ausgleich erzielt.“
Scherning:
Wir können uns nicht beschweren, wenn es um die 60. Minuten 2:0 für Essen steht. Mit der ersten Halbzeit konnten wir nicht zufrieden sein, weil wir sehr unbeweglich und einfach zu pressen waren. Trotzdem glaube ich, dass wir nach dem Dreifachwechsel [Greilinger, Johansson und Wohlers kamen in der 69. Minute] angefangen haben, uns den Punkt zu verdienen. Das war sicherlich unsere stärkste Phase. Beim Ausgleich geht Ryan Johansson mit einer Eins-gegen-eins-Aktion in die Box. Das sind genau die Situationen, die uns in der ersten Hälfte gefehlt haben. Sicherlich ist ein bisschen Glück dabei, dass der Ball bei Fatih Kaya landet. Dann musst du schießen, um erfolgreich zu sein. Wir haben noch viel zu tun, waren bei den zweiten Bällen nicht scharf genug und im eigenen Ballbesitz zu statisch. Die Moral und die Leistung ab der 65. Minute nehmen wir mit. Die Partie hat gezeigt, dass wir immer wieder in ein Spiel reinkommen können."
Koschinat:
„Wenn ich die Qualität und den Lauf des Gegners sehe, haben wir heute von A bis Z ein super Spiel gemacht – mit Ausnahme des Ausnutzens der Torchancen. Wir haben keine echte Chance zugelassen, sehr beschwingt nach vorne gespielt und den Gegner nie ins Spiel kommen lassen. Deswegen ist es sehr schade, dass es heute nicht zum Dreier gereicht hat. Wir müssen uns [bei unseren Chancen] besser im Strafraum positionieren, das sichere Abspiel in der Box finden und beim Abschluss noch präziser werden. Wie wir uns heute taktisch gegen einen wirklich starken Gegner verhalten haben, der mit sehr viel Selbstsicherheit hierhergefahren ist, welche Bereitschaft wir hatten und wie wir den Gegner bekämpft haben – das war sehr gutes Drittliganiveau. Wehen Wiesbaden hat zuletzt alle Spitzenmannschaften geschlagen – mit einer Mischung aus perfekter Verteidigungsmentalität und der permanenten Option, vorne zuschlagen zu können.“



