SVWW siegt bei Mockenhaupt-Abschied
Der SV Wehen Wiesbaden gewinnt sein letztes Heimspiel der Saison gegen die TSG Hoffenheim II mit 2:0 (1:0). Beim emotionalen Abschied von Rekordspieler Sascha Mockenhaupt erspielte sich der SVWW dabei eine Fülle von Torchancen. Fatih Kaya brachte die Rot-Schwarzen kurz vor der Pause in Führung, Tarik Gözüsirin erzielte sieben Minuten nach Wiederanpfiff den 2:0-Endstand.
Der SVWW startete dominant in die Partie und hatte bereits nach sieben Minuten die erste gute Chance. Nach einem hohen Ballgewinn von David Suárez bediente Tarik Gözüsirin den in der Mitte freistehenden Moritz Flotho. Dieser schloss aus der Drehung direkt ab, brachte jedoch nicht genug Wucht hinter den Ball, um Lukas Petersson vor eine echte Prüfung zu stellen (6.). Wenig später zwang Fatih Kaya den TSG-Keeper zur ersten Glanztat. Eine Freistoßflanke aus dem Halbfeld köpfte der SVWW-Stürmer in Richtung Winkel, wo Petersson die Kugel mit den Fingerspitzen an die Latte lenkte (13.). Erneut nur sieben Minuten später bediente Gözüsirin mit einem Querpass den am zweiten Pfosten leicht im Rückraum lauernden Lukas Schleimer, der direkt abzog und die Kugel hauchzart am linken Pfosten vorbeisetzte (20.).
Der Druck der Rot-Schwarzen ebbte auch im weiteren Spielverlauf nicht ab. Schleimer verpasste eine Hereingabe von Gözüsirin wenige Meter vor dem Tor nur um ein paar Zentimeter (25.), während Fatih Kaya mit seinem Schuss aus zentraler Position nur die Arme von Petersson fand (29.). Fünf Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit gab es dann nochmal die große Doppelchance. Zunächst kam Flotho im Luftduell mit dem Keeper hauchzart nicht zum Kopfballversuch, anschließend scheiterte Schleimer im Nachschuss am schneller wieder auf den Beinen stehenden Schlussmann.
Kurz vor der Pause ging der SVWW dann in Führung. Nach einem weiteren hohen Ballgewinn spielte Flotho im Strafraum nochmal quer zu Kaya, der die Kugel eiskalt zum 1:0 ins rechte Eck platzierte (45.). Kurz darauf ging es mit der Führung in die Kabine.
Nach der Pause zeichnete sich ein unverändertes Bild ab. Der SVWW blieb die spielbestimmende Mannschaft und traf nach einer Ecke in Person von Jakob Lewald nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff zum bereits zweiten Mal an diesem Tag die Latte (47.). Fünf Zeigerumdrehungen später erhöhte Gözüsirin auf 2:0! Eingeleitet von Rekordspieler Sascha Mockenhaupt über die rechte Seite gelangte der Ball zu Schleimer, der nochmal zu Flotho legte. Dessen Versuch aus kürzester Distanz konnte Petersson noch parieren, ehe Gözüsirin nachsetzte und die Kugel über die Linie drückte (53.).
Rund um die Stundenmarke durfte sich dann auch Florian Stritzel erstmals auszeichnen. Gegen den aus dem Nichts frei auf ihn zulaufenden TSG-Top-Torjäger Deniz Zeitler verkürzte er stark den Winkel, machte sich an der Strafraumkante groß und entschied so das Eins-gegen-Eins für sich (60.). Auf der Gegenseite zielte Kaya nach einem starken Diagonalball von Mockenhaupt über den Kasten (66.).
Das Spiel bog bereits in die Schlussphase ein, als Ryan Johansson aus spitzem Winkel knapp das lange Eck verfehlte (82.) und Stritzel ein weiteres Mal gegen Alex Honajzer eingreifen musste (85.) Weitere Großchancen sollten nicht folgen. Stattdessen machte sich das Stadion bereit für den großen Mockenhaupt-Moment, der durch das Spalier seiner Mitspieler und unter dem tosenden Applaus der Fans in der 88. Minute ausgewechselt wurde. Am Ende blieb es beim verdienten 2:0-Sieg des SVWW, der damit auch sportlich den passenden Rahmen für das letzten Heimspiel seines Rekordspielers setzte.
Statistiken:
Aufstellung:
Stritzel – Gillekens, Lewald, Janitzek – Mockenhaupt (88. Nink), Suárez (88. Fechner), Gözüsirin, May (78. Greilinger) – Schleimer (68. Johansson), Kaya – Flotho (68. Agrafiotis)
Bank: Brdar (ETW), Bogicevic, Kalem, Neubert
Tore: 1:0 Kaya (45.), 2:0 Gözüsirin (53.)
Gelbe Karten: Gözüsirin
Zuschauer: 3.648



