„Am Ende schlagen wir uns selbst“
Die Stimmen von SVWW-Cheftrainer Daniel Scherning, Torschütze Moritz Flotho, SVWW-Kapitän Tarik Gözüsirin und SCP-Coach Thomas Wörle zum 1:3 des SV Wehen Wiesbaden gegen den SC Preußen Münster.
Tarik Gözüsirin:
„Ich hatte [bei der Elfmetersituation vor dem 2:1] eine gute Sicht. Fußball ist eine Kontaktsportart und die Berührung ist nicht mal unten [am Fuß]. Es ist nur oben ein kleiner Zupfer, der nicht ursächlich für das Fallen ist. Dass der Elfmeter dann das Spiel entscheidet, ist schwer zu verkraften, weil wir eine gute Leistung gezeigt haben. Wir hatten die Kontrolle über das Spiel und haben uns viele Halbchancen und Chancen erspielt. Am Ende schlagen wir uns mit den Gegentoren trotzdem selbst. Wir haben aber eine gute Leistungsbereitschaft gezeigt, auch nach den Gegentoren. Jetzt müssen wir auf den guten Szenen aufbauen.“
Moritz Flotho:
„Wir haben gut den Ball laufen lassen und starke Aktionen gehabt. Darauf kann man auf jeden Fall aufbauen. Das erste Gegentor kann in der Form mal passieren. Es ist aber natürlich doppelt ärgerlich, wenn es direkt am ersten Spieltag passiert. Das müssen wir abhaken. Der Elfmeter zum zwischenzeitlichen 2:1 war dann ein Stück weit spielentscheidend.
Daniel Scherning:
„Wenn man die Gegentore ausklammert, haben wir ein gutes Spiel gemacht. Nur das Ergebnis passt nicht dazu. Das ist im Fußball immer bitter. Unser erster Gegentreffer ist fast ein Eigentor, und die Situation vor dem zweiten Gegentor ist niemals ein Elfmeter. Das ist die spielentscheidende Situation, in einer Phase, in der wir klar besser waren. Wir haben Münster in der zweiten Halbzeit komplett kontrolliert und hatten die ein oder andere Möglichkeit selbst das 2:1 zu machen. Ich glaube, wenn der Elfmeter nicht gepfiffen wird, läuft das Spiel so weiter und wir können gute Impulse von der Bank bringen.“
Thomas Wörle:
„Wir freuen uns enorm. Es war das erste Spiel mit der neu zusammengewürfelten Mannschaft und neuem Trainer. Da weiß man nie genau, wo man steht. Wir wussten, dass wir einen harten Brocken vor der Brust haben, der sehr weit oben zu vermuten sein wird. Die Art und Weise, wie wir uns gewehrt haben, hat mich sehr beeindruckt. [Bei der Elfmetersituation vor dem 2:1] sieht man, wie er ihn mit dem linken Arm am Rücken drückt. Das ist ein kleiner Push. Man kann [über den Pfiff] streiten. Dann müssen wir aber auch über den ersten Elfmeter sprechen. Das war sicher ein handelsüblicher Zweikampf. Den du nicht pfeifen kannst.“



