"Das frühe Tor hat vieles erleichtert”
Die Stimmen von SVWW-Cheftrainer Daniel Scherning, den zwei Torschützen Robin Kalem (1:0) und Jordy Gillekens (2:0) sowie Gästecoach Fabian Bäcker zum 4:0-Halbfinalsieg des SV Wehen Wiesbaden im Hessenpokal gegen den 1. FC Germania Ober-Roden.
Robin Kalem
„Es war wichtig, dass wir den Gegner nicht unterschätzen. Wir wollten voll draufgehen, sie offensiv ansprinten und ihnen erst gar keine Möglichkeit geben, Fußball zu spielen. Mit dem frühen 1:0 löst sich dann der Knoten. Nach meinem Schuss an den Außenpfosten kommt der Ball über Lukas Schleimer nochmal zu mir. Ich habe geschossen und parallel einen Schlag abbekommen, der echt weh getan hat. Ich lag noch auf dem Boden und auf einmal kommen die Jungs zu mir und sagen „Tor, Tor, Tor“. Ich habe es erst gar nicht gecheckt. Die Atmosphäre und die Kulisse waren echt cool. Von außen wurde viel reingerufen, das gehört aber dazu. Es hat sehr viel Spaß gemacht.”
Jordy Gillekens:
„Es war ein anspruchsvolles Spiel für uns. Wir kommen hier im Pokal zu einem Sechstligisten, für den es wahrscheinlich das größte Spiel des Jahres ist und der jede noch so kleine Chance nutzen will. Da musst Du die gesamte Zeit über sehr fokussiert und kontrolliert bleiben. Das frühe Tor in der siebten Minute war deshalb extrem wichtig und hat uns vieles erleichtert. Mit dem zweiten Treffer haben wir uns dann noch mehr Sicherheit gegeben. Ich habe gesehen, dass die Ecke von Tarik Gözüsirin genau zu mir kommt und den Ball direkt aufs Tor geschossen. Insgesamt hatten wir das Spiel über die gesamte Spielzeit gut im Griff.”
Daniel Scherning:
“Wir sind das Spiel von der ersten Minute an seriös angegangen. Alle wissen, wie es im Pokal zugehen kann. Das Flutlicht geht an, es sind rund 2.000 Leute hier und dann entwickelt sich eine Dynamik, die man erstmal kontrollieren muss. Davor hatten wir Respekt. Trotzdem war uns klar, wenn wir die Partie konzentriert und konsequent angehen, dann sind wir die bessere Mannschaft. Wir haben ein frühes Tor erzielt und ein zweites nachgelegt. Im letzten Drittel sind wir aber das ein oder andere Mal zu umständlich gewesen. Der Gegner wollte immer schnell in die Tiefe, das haben wir durch eine gute Restverteidigung und Tiefenabsicherung gut abgefedert. In der Halbzeit habe ich den Jungs gesagt, dass wir auf das dritte Tor gehen müssen, das ist uns gelungen. Ein Kompliment an Ober-Roden für die Leistung im Viertelfinale und die Leistung heute. Es war ein richtig cooles Event."
Fabian Bäcker:
“Wehen Wiesbaden ist das heute sehr seriös angegangen. Wir haben uns versucht dagegenzustemmen und hätten die Sensation gerne mitgenommen. Wir wollten mutig hinten rausspielen, weil wir in den letzten Pokalspielen, den ein oder anderen Gegner damit überrascht haben. Natürlich hätten wir einige Situationen besser lösen können. Es steht aber auch ein Gegner auf dem Platz, der uns zu diesen Fehlern zwingt. Direkt nach der Pause hatten wir zwei hohe Balleroberungen. Die haben wir aber nicht zu Ende gespielt und sind dann richtigerweise erst gar nicht zum Abschluss gekommen. Das erste Tor ist ein Eigentor, das zweite fällt nach einer Ecke und das dritte und vierte nach Ballverlusten an der Mittellinie. Dennoch haben wir das in unserem Rahmen sehr ordentlich gemacht. Wir sind sehr stolz auf diese Pokalreise.”



