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„Freistöße kann er einfach“

Profis,

Die Stimmen von SVWW-Cheftrainer Daniel Scherning, Torschütze Moritz Flotho und Gästecoach Nico Willig zum 2:1-Heimsieg des SV Wehen Wiesbaden gegen den VfB Stuttgart II.

Moritz Flotho:

„In der ersten Halbzeit machen wir es ordentlich. Wir schießen früh das 2:0, laufen dann aber im zweiten Durchgang viel hinterher. Am Ende der Englischen Woche gegen eine spielstarke, junge Mannschaft zu spielen, ist eklig. Sie haben viel Geduld am Ball, sind keine Mannschaft, die den Ball lang schlägt und haben es mir sehr schwer im Anlaufen gemacht. Es war extrem anstrengend. Trotzdem war es auch ein bisschen unreif von uns. Wir müssen cleverer sein und mit dem Ball ruhiger und abgezockter spielen. Das [1:0 von Tarik Gözüsirin] ist ein wunderschönes Tor. Freistöße kann er einfach, das sehe ich auch oft im Training. Beim 2:0 hatte ich echt viel Zeit. Ich hatte mir schon vorher überlegt, dass ich ihn in die kurze Ecke machen will. Ich habe den Ball dann an der Hüfte des Torwarts vorbeigeschossen, das ist relativ schwierig zu halten. Als ich geschossen habe, wusste ich sofort, dass es reichen wird.“

Daniel Scherning: 

Das war eine schwere Geburt heute. Wir sind gut in die Partie gestartet und haben all das auf den Platz bekommen, was Du gegen eine junge Mannschaft brauchst. Dass Du dann bis zur Pause auch mal Phasen hast, in denen Du leiden musst, ist normal. In der zweiten Halbzeit haben wir es nicht mehr geschafft für Entlastung zu sorgen. Da erwarte ich von der Mannschaft, dass sie sich in einigen Situationen cleverer anstellt und versucht, das Spiel wieder auf ihre Seite zu ziehen. Am Ende einer Englischen Woche gegen eine spielstarke Mannschaft wie Hoffenheim II, Verl oder eben Stuttgart II zu spielen, ist mit das Schwierigste. Deswegen bin ich froh, dass wir gewonnen haben. Hinten raus war es mir trotzdem zu viel Passivität und fehlende Reife. Wir haben viele Themen, die wir [in den nächsten Spielen] verbessern müssen und auch besser machen werden. Davon bin ich überzeugt.“

Nico Willig: 

„Wir wollten auf den Punkt da sein. Um 14:20 Uhr waren wir da, leider hatte es schon um 14 Uhr angefangen. Dann rennst Du dem [0:2] hinterher. Die Energie in der zweiten Halbzeit ist das, was ich gerade auch nach dem Spiel [gegenüber der Mannschaft] positiv hervorgehoben habe. Wir sind eine junge Mannschaft. Die Jungs wollen im Idealfall später mal Champions League spielen. Die Spiele sind auch unter der Woche, deswegen gilt [das dritte Spiel binnen acht Tagen als Ausrede] nicht. Das ist eine Haltungssache. Wir waren nicht bereit, dass Körperkontakt und Intensität gegen uns kommen. Wir waren völlig überrascht, hier weggeschoben zu werden und laden den Gegner zu zwei Toren ein. In der zweiten Halbzeit haben wir vier Spieler eingewechselt, die das Spiel angetrieben haben. Das war eine gute Reaktion von allen, die auf dem Platz standen. Mit der Anfangsphase hatten wir den Punktgewinn aber nicht mehr verdient.“