„Gegen eine der besten Mannschaften zu Null gespielt“
Die Stimmen von SVWW-Cheftrainer Daniel Scherning, Neuzugang Roberto Massimo, Mittelfeldspieler Gino Fechner und RWE-Coach Uwe Koschinat zum 0:0 des SV Wehen Wiesbaden gegen Rot-Weiss Essen.
Roberto Massimo:
„Es ist immer etwas Besonderes, für einen neuen Verein das erste Mal aufzulaufen. Die Mannschaft hat mich super empfangen und ich glaube, für mein erstes Spiel war es ganz ordentlich. Die Aktion direkt nach meiner Einwechslung ist eine der Situationen, in denen ich meine Stärken voll ausspielen kann. Ich erlaufe den Ball in die Tiefe, zögere dann aber vielleicht etwas zu lang, ob ich direkt schießen oder den Ball nochmal mitnehmen soll. Am Ende habe ich mich für den Schuss entschieden. Es wäre überragend gewesen, direkt mit meinem zweiten Ballkontakt das Tor zu machen. Nach sieben Gegentoren in den ersten beiden Partien haben wir gegen eine der besten Mannschaften der Liga zu Null gespielt. Das darf man nicht außer Acht lassen. Natürlich hätten wir lieber gewonnen. Wenn wir auf das Spiel aufbauen, können die nächsten Wochen aber echt erfolgreich werden.“
Daniel Scherning:
„Wir haben sehr kompakt agiert und ein gutes Spiel gemacht. Wir haben uns dazu entschlossen, auf 4-4-2 umzustellen. Das hat gut funktioniert. In der ersten Halbzeit haben wir teils nervösen Fußball gespielt. Da war der Mannschaft schon anzumerken, dass wir zuletzt zweimal verloren haben. Trotzdem haben wir uns aus dieser Situation befreit und schon im ersten Durchgang keine großen Möglichkeiten zugelassen. Essen ist eine absolute Top-Mannschaft der Liga. Wir haben sie in vielen Momenten weit von unserem Tor ferngehalten und waren in den zweiten 45 Minuten näher dran, das Spiel zu gewinnen. Da hatten wir einige richtig gute Chancen. Wenn Du mehr Selbstvertrauen hast und schon ein paar Tore gemacht hast im Laufe der Saison, drückst Du den Ball vielleicht über die Linie. Das fehlt uns im Moment.“
Gino Fechner:
„Wir hatten uns vor dem Spiel viel vorgenommen und wollten vor allem defensiv stabil stehen. Das haben wir sehr gut hinbekommen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann auch offensiv viele Akzente gesetzt. Wir hatten mehr Torchancen und hätten das Spiel durchaus gewinnen können. Wichtig ist, dass wir von der Bank immer stark nachlegen können. Schon letzte Saison war zu sehen, wie viel Impact das haben kann. Auch heute war wieder zu sehen, wie viel Wucht und individuelle Qualität mit den Einwechslungen ins Spiel gekommen ist. Zudem hatten wir eine richtig gute Mentalität. Das ist die Basis für den Erfolg. Wir waren heute von der ersten Minute an da. Darauf können wir aufbauen.“
Uwe Koschinat:
„In Kombination mit dem „zu Null“ geht der Punkt in Ordnung. Auswärts musst Du Punkte einsammeln und eine gute Balance aus Stabilität und Mut finden. Das hatten wir heute in der ersten Halbzeit in hohem Maße. Ehrlicherweise hätten wir das Spiel gegen Ende bei der Wucht, die Wehen Wiesbaden auf den Platz gebracht hat, auch verlieren können. Deswegen gehört es zur Entwicklung dazu, sagen zu können, wir sind hier stabil aufgetreten und haben etwas mitgenommen. Das ist erstmal wichtig.“



