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„Haben als Kollektiv alles gegeben“

Profis,

Die Stimmen von Cheftrainer Daniel Scherning, Kapitän Tarik Gözüsirin, Torhüter Noah Brdar und Rechtsverteidiger Ben Nink nach der 0:4-Niederlage des SV Wehen Wiesbaden gegen Bundesligist Bayer 04 Leverkusen in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals.  

Tarik Gözüsirin: 

„Wir sind gut ins Spiel gekommen und hatten Leverkusen rund 35 Minuten lang im Griff. Wir haben als Kollektiv alles gegeben, sehr diszipliniert verteidigt und kassieren dann zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt direkt vor der Pause das erste Gegentor. In der Kabine wussten wir, dass wir jetzt ein Tor brauchen, haben aber weiter voll daran geglaubt. Dann war es bitter, dass wir direkt das 0:2 bekommen haben und der Ball aus diesem spitzen Winkel irgendwie reingeht. Da fehlt dann ein bisschen das Matchglück, das du gegen so einen Gegner brauchst. Leverkusen hat eine enorme Qualität, das muss man anerkennen. Sie haben ihre Chancen eiskalt genutzt. Dennoch haben auch wir als Truppe eine gute Leistung gezeigt.“ 

Daniel Scherning: 

„Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt, konnten im zweiten Durchgang aber nicht daran anknüpfen. Die ersten beiden Gegentore fallen zu einem maximal ungünstigen Zeitpunkt, direkt vor und unmittelbar nach der Pause. Dazu kommt die hohe Qualität von Leverkusen, die am Ende wahrscheinlich unter den ersten vier der Bundesliga landen werden. Deswegen hat es heute in Summe nicht zur Pokalsensation gereicht. Wir wollten auch in der zweiten Halbzeit weiter unser Pressing spielen, weil wir in der ersten Hälfte schon das Gefühl hatten, dass nach vorne etwas geht. Ich meine, wir hatten zur Pause ein Eckenverhältnis von 3:0 und einige Möglichkeiten in der Box, auch wenn daraus keine hundertprozentige Torchance entstanden ist. Der Glaube war da, dass wir unsere Möglichkeiten bekommen, wenn wir das Spiel lange beim 0:1 halten. Das zweite Gegentor hat uns dann sicherlich ein bisschen den Stecker gezogen.“  

Ben Nink: 

„Die ersten 35 Minuten haben wir wenig zugelassen und es Leverkusen wirklich schwer gemacht. Am Ende brauchst du gegen einen solchen Gegner aber auch das nötige Matchglück. Vor dem 0:1 springt der Ball Leverkusen vor die Füße, und sie treffen zu einem für uns sehr ungünstigen Zeitpunkt kurz vor der Pause. Hätten wir die Null länger halten können, wäre es für Leverkusen sicher noch schwieriger geworden. Ich finde, auch ein 0:2 kann noch täuschen. Wenn der Gegner etwas nachlässt, kannst du direkt nochmal ins Spiel zurückfinden. Deshalb waren wir gewillt, weiter 100 Prozent zu geben und an die Sensation zu glauben. Mit zunehmender Spielzeit ist Leverkusen aber mehr und mehr in Fahrt gekommen. Bei solchen Partien kommt es auf die grundlegenden Tugenden an. Die haben wir über weite Strecken auf den Platz gebracht. Wenn uns das auch in der Liga gelingt, werden wir dort gute Ergebnisse erzielen.“ 

Noah Brdar: 

„Du bist immer enttäuscht, wenn du ein Spiel verlierst. Trotzdem haben wir gegen eine starke Bundesligamannschaft eine gute erste Halbzeit gespielt. Leider bekommen wir zwei Minuten vor der Pause das 0:1. Wir haben uns dann vorgenommen, in der zweiten Hälfte zu Null zu spielen und weiter an unsere Chance zu glauben. Zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff bekommen wir aber das zweite Gegentor. Das war in dem Moment bitter. Dennoch bin ich glücklich und stolz, heute auf dem Platz gestanden zu haben. Wir spielen nicht jede Woche gegen internationale Top-Mannschaften wie Leverkusen. Da freust du dich über solche Spiele in einem vollen Stadion. Defensiv können wir insbesondere aus der ersten Halbzeit viel Positives mitnehmen. Darauf liegt jetzt der Fokus.“