„Jeder im Team weiß, was er zu tun hat“
Hier sind die Stimmen von SVWW-Cheftrainer Jochen Seitz, den Torschützen Marcus Müller und Robin Kalem sowie Gästecoach Orest Shala zum 4:1-Auswärtssieg des SV Wehen Wiesbaden beim SC Verl.
Jochen Seitz:
„Der Matchplan ging in der ersten Halbzeit nicht so auf, wie wir uns das vorgestellt hatten. Wir haben es nicht geschafft, genügend Druck auf den Gegner auszuüben, und sind insgesamt zu passiv geblieben. Das 1:0 mit unserer ersten Chance hat uns natürlich in die Karten gespielt. Danach hatten wir noch ein, zwei gute Umschaltmomente. Insgesamt hatten wir in der ersten Halbzeit aber auch in einigen Situationen das nötige Quäntchen Glück auf unserer Seite. Im zweiten Durchgang war es deutlich besser. Durch die Umstellung von der Vierer- auf die Fünferkette hatten wir vor allem im Mittelfeld mehr Zugriff. Auch die Einwechselspieler haben wieder hervorragend funktioniert. Robin Kalem, Moritz Flotho und Niklas May kommen rein und sind direkt an spielentscheidenden Szenen beteiligt. Das ist extrem wichtig. Sie belohnen sich für ihre harte Arbeit im Training und zeigen, dass man nur als Gemeinschaft erfolgreich sein kann.“
Marcus Müller:
„Das war extrem harte Arbeit. Gerade in der ersten Halbzeit hat uns Verl viel abverlangt, aber am Ende haben wir den Deckel draufgemacht. Es fühlt sich richtig gut an, dass wir nach den letzten Spielen auch heute wieder gewinnen konnten. Jeder im Team weiß, was er zu tun hat. Wir ergänzen uns sehr gut, verstehen uns super, und dadurch greifen auch die Ideen. Wir wollen defensiv kompakt stehen, kein Tor zulassen und uns über Umschaltmomente Chancen erarbeiten. Das ist unsere Strategie, um Spiele zu gewinnen. Beim 2:1 sieht Rob [Massimo] auf der Außenbahn Raul [Paula] und macht das Spiel schnell. Ich setze mich dann im Rücken des Abwehrspielers ab. Dort musst du stehen. Da wird es gefährlich und genau das versuche ich umzusetzen. Dass der Pass dann zu mir kommt, ist natürlich auch große Klasse von Raul. Dafür hat er einfach ein Auge. Schon wieder vier verschiedene Torschützen zu haben, ist extrem geil. Es freut mich für jeden Einzelnen. Das ist das Schöne an unserer Gruppe. Keiner besteht darauf, selbst das Tor zu schießen. Hauptsache, wir treffen und gewinnen die Spiele.“
Robin Kalem:
„Wenn die Ergebnisse stimmen, macht es natürlich richtig Bock. Vor allem mit der Art und Weise, wie wir aktuell spielen. Die erste Elf gibt Vollgas, und wir, die von der Bank kommen, profitieren von deren harter Arbeit. Da macht es umso mehr Spaß, reinzukommen und seinen Beitrag zu leisten. Ich mache ein Tor und Moritz [Flotho] legt das vierte für Niki [May] auf. Da sieht man, dass jeder wichtig ist. Die vierstündige Heimfahrt im Bus fühlt sich mit den drei Punkten und so einem Top-Ergebnis natürlich deutlich besser an.“
Orest Shala:
„Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf überhaupt nicht wider. Wir haben die große Chance von André Leipold und den Schuss von Antonio Foti [zum möglichen 2:2]. Dann laufen wir in einen Konter und das Ergebnis wird am Ende deutlich. Die Art und Weise war heute im Vergleich zu den vergangenen Wochen deutlich verbessert. Gegen eine Mannschaft, die gerade im Flow ist, ist es immer schwierig. Das erste Tor entsteht aus dem Nichts. Der Ball springt an den Pfosten und landet genau vor den Füßen des Gegners. Wir müssen vor dem Tor kaltschnäuziger sein. Schon in der ersten Halbzeit hatten wir genug Chancen, das Spiel auf unsere Seite zu ziehen. Da kann es auch 2:0 oder 3:0 für uns stehen. Wir haben vieles von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Deshalb kann ich meiner Mannschaft für dieses Spiel gegen eine Mannschaft, die aktuell in der Liga alles rasiert, keine großen Vorwürfe machen.“



