Jochen Seitz als neuer SVWW-Cheftrainer vorgestellt
Der SV Wehen Wiesbaden hat am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz Jochen Seitz offiziell als neuen Cheftrainer vorgestellt. Gemeinsam mit Geschäftsführer Sport Uwe Stöver stellte sich der 49-jährige UEFA-Pro-Lizenz-Inhaber den Fragen der anwesenden Medienvertreter. Die wichtigsten Aussagen im Überblick:
Jochen Seitz über …
... Gründe für sein Engagement beim SVWW: „Ich freue mich, hier zu sein, und möchte mich zunächst bei den Verantwortlichen für das Vertrauen bedanken. Der SV Wehen Wiesbaden ist ein gut geführter Verein mit tollen Menschen im Hintergrund, die hervorragende Arbeit leisten. Gereizt hat mich natürlich auch die 3. Liga, nachdem meine vorherigen Stationen in der Regionalliga lagen. Dazu kommt eine Mannschaft, bei der ich das Potenzial sehe, deutlich besser dazustehen, als es die aktuelle Tabellenposition aussagt. Ich glaube, dass die Arbeit mit dieser Mannschaft unheimlich viel Spaß machen wird. Von dem, was ich bislang gesehen habe, sind das Engagement und die Bereitschaft auf jeden Fall da."
… die nächsten Schritte: „Wir bereiten uns von Spiel zu Spiel darauf vor, Punkte zu holen. Das hat für mich oberste Priorität, um zunächst die untere Tabellenregion zu verlassen. Mit jedem Sieg wächst das Selbstvertrauen. Die Mannschaft muss spüren, dass wir ihr einen klaren Matchplan mitgeben und sie genau weiß, was auf dem Platz zu tun ist. Dann können wir uns Schritt für Schritt steigern. Wofür es am Ende reicht, werden wir nach der Saison sehen."
... seine Art Fußball zu spielen: „Ich will leidenschaftlichen und emotionalen Fußball sehen. In den vergangenen Spielen wurde mir zu viel quer gespielt. Ich möchte, dass wir zielgerichtet den Weg zum gegnerischen Tor suchen. Die größte Baustelle ist dennoch die defensive Stabilität. Die Abstände zwischen den Ketten waren teilweise zu groß und das Anlaufverhalten nicht immer richtig. Zudem müssen wir im Umschaltspiel schneller werden – sowohl nach Ballgewinnen als auch nach Ballverlusten. Wir brauchen eine hohe Intensität und eine gewisse Zweikampfhärte. Wenn die Basics stimmen, können wir unser Spiel darauf aufbauen."
… seine Vita als Spieler: „Ich hatte das Glück, bei vielen Vereinen zu spielen und dabei wirklich herausragende Trainer kennenzulernen. Am Ende nimmt man von jedem etwas mit. Bei Felix Magath war es die Disziplin, bei Ralf Rangnick stand eher die Taktik im Vordergrund und bei Jupp Heynckes das spielerische Element. Es ist ein Mix aus vielen Einflüssen, die man in seine eigene Trainerkarriere mitnimmt. Am Ende muss man seinen eigenen Weg finden, aber es ist natürlich hilfreich, von so erfahrenen Trainern lernen und etwas mitnehmen zu können."
Uwe Stöver über …
… die Entscheidung pro Jochen Seitz: „Wir haben entsprechend dem von uns gewünschten Profil, einen Kandidatenkreis erarbeitet. Aus diesem ist Jochen in einem sehr umfangreichen Prozess als zukünftiger Cheftrainer hervorgegangen. Für uns war entscheidend, den Kandidaten zu finden, der den von uns definierten Anforderungen entspricht. Wir wollten einen Trainer, der uns in der aktuellen Situation stabilisiert und gleichzeitig die Mannschaft perspektivisch in ihrer Entwicklung begleitet, um wieder höhere Tabellenregionen zu erreichen. Das war zusammengefasst der wichtigste Aspekt bei unserer Trainersuche.“
… die Ziele der kommenden Monate: „In der aktuellen Tabellenregion geht es für uns in erster Linie darum, Stabilität zu gewinnen. Diesen Prozess wollen wir so schnell wie möglich abschließen, um uns perspektivisch wieder in andere Tabellenregionen vorzuarbeiten und dann zu schauen, was wir in der Rückrunde noch bewegen können. Dass es möglich ist, sich zügig nach vorne zu arbeiten, haben in der Vergangenheit mehrere Vereine gezeigt. Wir glauben an unseren Kader und die handelnden Personen. Der Weg dorthin beginnt heute und morgen mit der ersten Trainingseinheit auf dem Halberg.“
Die vollständige Pressekonferenz mit weiteren Einschätzungen, Informationen und Anekdoten gibt es auf dem YouTube-Kanal von Studio 26.



