„Stehe genau richtig und treffe den Ball sauber”
Die Stimmen von SVWW-Cheftrainer Daniel Scherning, Torjäger Simon Stehle, Vorlagengeber Raul Paula, Joker Max Brandt und Hansa-Coach Daniel Brinkmann zum 1:1 des SV Wehen Wiesbaden beim F.C. Hansa Rostock.
Simon Stehle:
„Der Punkt war wichtig. Schon in der vergangenen Woche gegen Essen haben wir ein gutes Spiel gemacht, und auch heute haben wir in einem schweren Auswärtsspiel eine ordentliche Leistung gezeigt. Gegen zwei Aufstiegsaspiranten jeweils einen Punkt mitzunehmen, ist absolut in Ordnung. Das war ein guter Schritt in die richtige Richtung. Beim Ausgleich wird der Ball nach außen gespielt, und ich sehe, dass Moritz Flotho den ersten Pfosten attackiert. Deshalb orientiere ich mich zum zweiten Pfosten, stehe dort genau richtig und treffe den Ball sauber.“
Raul Paula:
„Bei meiner Einwechslung hat mir der Trainer mit auf den Weg gegeben, die Räume gut zu besetzen, ruhig zu bleiben und nicht hektisch zu werden. Wir hatten noch genügend Zeit, um uns Chancen zu erarbeiten. Am Ende hat er Recht behalten. Die Gelegenheit kam, und wir haben das Tor erzielt. Ich freue mich sehr, dass ich mit meinem Assist direkt zum Punktgewinn beitragen konnte.“
Daniel Scherning:
„Manchmal gehört es dazu, eine Anfangsphase mit mehreren Ecken gegen sich zu überstehen. In diesen Momenten musst du konsequent verteidigen und dich in jeden Ball werfen. Das haben die Jungs auf dem Platz hervorragend gemacht. Anschließend konnten wir immer wieder gute Akzente setzen, vor allem nach Ballgewinnen. Wir waren stellenweise aber etwas unsauber, sonst hätte aus diesen Situationen noch mehr entstehen können. Nach der Pause hatten wir zunächst den gefährlichen Freistoß aus 18 Metern und wenig später die große Chance von Tarik Gözüsirin aus der Distanz. Stattdessen geraten wir durch diese eine Standardsituation mit 0:1 in Rückstand. Für die Reaktion darauf und alles, was danach folgte, muss man der Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Wir haben mutig gewechselt und viel Energie sowie fußballerische Qualität auf den Platz gebracht. Dadurch haben wir uns diesen Punkt verdient. Wenn die Partie noch etwas länger gedauert hätte, wären wir vielleicht sogar eher als Sieger vom Platz gegangen.“
Max Brandt:
„Wir haben heute Moral bewiesen. In Rostock zurückzukommen, ist alles andere als einfach. Darauf können wir stolz sein, und ich freue mich, dass auch ich meinen Teil dazu beitragen konnte. Man spürt in jedem Training, wie viel Qualität in dieser Mannschaft steckt. Wenn es uns gelingt, diese konstant auf den Platz zu bringen, werden wir in den kommenden Wochen auch die entsprechenden Ergebnisse einfahren. Der Saisonstart verlief sicherlich nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Auf die beiden Punktgewinne gegen Essen und Rostock können wir jedoch aufbauen.“
Daniel Brinkmann:
„Das Ergebnis nervt mich kolossal. Die erste Halbzeit war die beste, die wir in dieser Saison gespielt haben. Wir waren extrem ballsicher, für den Gegner schwer zu greifen und haben viele Angriffe sauber bis ins letzte Drittel ausgespielt. Gleichzeitig haben wir defensiv nichts zugelassen. Mit dieser Leistung musst du eigentlich mit einem oder zwei Toren Vorsprung in die Halbzeit gehen. Nach der Pause erzielen wir das 1:0 und haben zunächst eine Phase, in der wir das Spiel klar kontrollieren. Anschließend sind wir allerdings einen Schritt zurückgegangen. Das hat mir nicht gefallen. Ich wollte, dass wir weiterhin die Impulse nach vorne setzen. Trotzdem waren wir über 70 bis 75 Minuten die bessere Mannschaft. Wehen Wiesbaden macht mit der ersten wirklich gefährlichen Aktion das 1:1.“



