SVWW gewinnt Hessenpokal 2026
Der SV Wehen Wiesbaden schlägt im Finale des Hessenpokals den Regionalligisten SG Barockstadt Fulda-Lehnerz mit 2:1 (1:0) und sichert sich damit zum zweiten Mal in Folge den Hessenpokal. Im Stadion am Bieberer Berg brachte Justin Janitzek die Rot-Schwarzen kurz vor der Pause in Führung (37.). Nach dem Seitenwechsel kam Fulda-Lehnerz schnell zum Ausgleich (48.), doch auch die Antwort des SVWW ließ nicht lange auf sich warten. Lukas Schleimer erzielte rund um die Stundenmarke den entscheidenden Treffer zum 2:1 (59.) und stellte damit den Endstand und den Sieg her.
Beim Duell um das Erstrunden-Ticket für den DFB-Pokal hatte Sascha Mockenhaupt die erste Chance der Partie. Bei einer Flanke von der linken Seite kam der SVWW-Rekordspieler hauchzart vor seinem Gegenspieler an die Kugel, setzte diese jedoch deutlich über den Kasten (6.). Nach rund einer Viertelstunde ergab sich durch einen Konter dann die zweite gute Möglichkeit. Lukas Schleimer spitzelte sich den Ball im Zweikampf an der Mittellinie selbst in den Lauf, zog in Richtung Kasten und versuchte, den in der Mitte freistehenden Fatih Kaya zu bedienen. Erst im letzten Moment konnte Fulda-Lehnerz den Querpass unterbinden (15.). Auf der Gegenseite rettete Jordy Gillekens nur drei Minute später ebenfalls nach einem Umschaltmoment vor dem einschussbereiten SGB-Angreifer Moritz Dittmann (18.).
Im weiteren Spielverlauf neutralisierten sich beide Mannschaften zunehmend und so dauerte es bis in die Schlussphase der ersten Halbzeit, ehe sich die Chancen wieder häuften. Knapp zehn Minuten vor dem Pausenpfiff brach Justin Janitzek den Bann. Eine weite Hereingabe von der rechten Seite köpfte Moritz Flotho zurück ins Zentrum, wo der Innenverteidiger lauerte und den Ball mit dem ersten Kontakt zielgenau zum 1:0 ins lange Eck legte (37.).
In den folgenden Minuten parierte Florian Stritzel zunächst einen kraftvollen Schuss von Leon Pomnitz aus spitzem Winkel mit seiner stabilen rechten Pranke (42.). Anschließend scheiterten die Rot-Schwarzen in der Nachspielzeit gleich doppelt am starken gegnerischen Keeper Samuel Zapico Lopez. Zunächst parierte der Schlussmann den Versuch von Tarik Gözüsirin aus halblinker Position (45.+1), anschließend kam auch Schleimer nicht am herauseilenden Torwart vorbei (45.+4).
Nur rund 120 Sekunden nach Wiederanpfiff glich die Barockstadt aus. Pomnitz eroberte im Mittelfeld selbst die Kugel, trieb den Ball nach vorne und setzte das Spielgerät mit Hilfe des Innenpfostens ins rechte untere Eck (48.). Die Antwort des SVWW ließ jedoch ebenfalls nur kurz auf sich warten. Niklas May bediente Flotho mit einer scharfen Hereingabe, die der Stürmer knapp über den rechten Winkel köpfte (51.).
Rund um die Stundemarke brachte Schleimer die Rot-Schwarzen wieder in Führung. Flotho fungierte diesmal als Vorbereiter, setzte sich robust im Zweikampf durch und bediente seinen Teamkollegen mit einem scharfen Zuspiel an der Strafraumkante. Dort legte sich Schleimer das Spielgerät zurecht und schoss den Ball anschließend ansatzlos durch die Beine des Gegenspielers zum 2:1 ins Eck (59.).
Mit der Führung im Rücken wusste der SVWW das Spiel zu beruhigen. Stritzel griff bei einer hohen Hereingabe sicher zu und der nominell als Stürmer aufgebotene Flotho gewann, als es drauf ankam, auch im eigenen Strafraum den entscheidenden Zweikampf. Die Endphase lebte von den Barockstädter Bemühungen auf den erneuten Ausgleich, gefährlich zum Abschluss kam die SG letztendlich jedoch nicht mehr. Nach der Gelb-Roten Karte gegen Jordy Gillekens (90.+3) verteidigte der SVWW auch in Unterzahl alles weg und feierte nach Ablauf der neun Minuten Nachspielzeit den Titel im Hessenpokal.
Statistiken:
Aufstellung:
Stritzel – Gillekens, Lewald, Janitzek – Mockenhaupt, Suárez (74. Fechner), Gözüsirin, May (61. Greilinger) – Schleimer (61. Johansson), Kaya (74. Kalem, 90.+4 Neubert) – Flotho
Bank: Brdar (ETW), Bogicevic, Nink, Agrafiotis
Tore: 1:0 Janitzek (37.), 1:1 Pomnitz (48.), 2:1 Schleimer (59.)
Gelbe Karten:
Gelb-Rote Karte: Gillekens
Zuschauer: 3.579



