„Tut für den Moment extrem weh“
Die Stimmen von SVWW-Cheftrainer Daniel Scherning, Rekordspieler Sascha Mockenhaupt und Gästecoach Daniel Brinkmann zur knappen 0:1-Niederlage des SV Wehen Wiesbaden gegen den F.C. Hansa Rostock.
Sascha Mockenhaupt:
„Es tut für den Moment extrem weh. Ich bin einfach stolz, dass wir uns dieses Top-Spiel gemeinsam erarbeitet haben, vor allem wenn man schaut, wo wir [tabellarisch] herkommen. Wir können uns wenig vorwerfen. Wir haben extrem viel reingeworfen. Dann sind es die Kleinigkeiten, die das Spiel entscheiden: die Elfmeter-Szene gegen uns und ein paar Torchancen, die wir nicht nutzen. Ich werde [den Aufstieg] jetzt nicht abblasen. Wenn Steven Ruprecht [Experte bei Magenta Sport] sagt, dass wir 22 Punkte holen müssen, dann nehmen wir uns das vor. Wir haben die Qualität dazu. Der Abstand ist jetzt natürlich größer. Ich traue uns aber zu, dass wir uns ein Top-Spiel wie heute nochmal erarbeiten können. Wir haben am Ende der Saison nochmal direkte Konkurrenten.“
Daniel Scherning:
„Es tut weh und es ist mehr drin gewesen. Das wird sich jetzt ein paar Tage scheiße anfühlen. Trotzdem müssen wir das Ding abhaken. Unsere Aufgabe in den verbleibenden Spielen ist es nun, nochmal einen ähnlichen Moment zu schaffen, in dem du mit einem Spiel die Chance hast, wieder [ins Aufstiegsrennen] reinzukommen. Wir haben nach der Roten Karte viel Druck erzeugt und uns drei glasklare Möglichkeiten rausgespielt. Das haben wir durch eine hohe Anzahl an Hereingaben in die Box und durch unser Nachrückverhalten provoziert. Deswegen gehe ich nicht mit, dass uns Struktur gefehlt hat. Du musst eine dieser Möglichkeiten nutzen. Wir hatten den Kopfball von Lukas Schleimer, den Lattenschuss und viele Standards. Die Chance in der Nachspielzeit ist eine Tausendprozentige. Da erwarte ich von allen Spielern, dass sie das Tor treffen. Dann reden wir nicht über ein 0:1, sondern über ein 1:1 und vielleicht sogar noch mehr.“
Daniel Brinkmann:
„Das war schon ein geiler Sieg. Wenn du [nach dem Platzverweis] rund 25 Minuten überleben musst, bist du [nach Abpfiff] schon mal kurz emotional. Die ersten 20 bis 25 Minuten spielen wir ein richtig gutes Auswärtsspiel. Es war klar, dass wir das Spiel hier nicht über 90 Minuten kontrollieren werden. Insofern hat uns die strittige Rote Karte das Ganze nochmal schwer gemacht. Es war heute ein enorm wichtiger Sieg für uns, auch die Art und Weise, wie er zustande gekommen ist. In so einem Spiel musst du [ein paar Situationen] überleben. Das haben wir heute geschafft und das haben sich die Jungs auch verdient.“



